On Works and Things That Work

Kunstverein, Leipzig, 01.07. – 05.07.2024

Wenn ich eine Geschichte erzählen möchte über mich und das, was mich umgibt, fühlt es sich an, als verorte ich die Gegenstände in der Zeit.
Wenn ich ein Narrativ konstruieren möchte als einen Ausgangspunkt für ein Interesse, das sich gerade entwickelt, dann fühlt es sich an, als verorte ich die Gegenstände im Raum.
Bei beiden Ansätzen verschwimmen für mich die Grenzen zwischen künstlerischem Objekt und dem, was scheinbar nur Objekt ist. Die künstlerischen Arbeiten ähneln dabei Memorablen und die Memorablen werden dabei zum Gegenstand künstlerischen Interesses. In ihrer Verwendung als Material überschneiden sich ihre ursprünglichen Zuordnungen. Die Rekontextualisierung der Gegenstände in neuen Beziehungen ist dabei ein Versuch, der Verfestigung in ein Narrativ vorzubeugen.
Durch die Objekte nimmt die Zeit Platz im Raum. Der Umgang mit ihrer physischen Präsenz hilft mir, mich dem Zwang ihrer Linearität ein wenig zu entziehen. Dabei verweisen Datierung und Dokumentation auf die unvermeidlichen Lücken und die Klassifikation auf die Vielstimmigkeit möglicher Erzählstränge.