Several Ours (Rewriting Cracks)
KiZ (AMAG), Gießen, 09.09. – 28.10.2022
Eine Ausstellung von Noah Evenius und Max Johnson
In Zusammenarbeit mit Deva Schubert (Performance und Choreografie),
Gerrit Brocks und Nelly Nakahara (grafische Gestaltung)
Kuratiert von Markus Lepper
Woran sind Erinnerungen gebunden und wie lassen sich diese bewahren? Wie verweben sich persönliche Erzählstränge mit denen eines Ortes und was passiert bei dem Versuch einer direkten Einschreibung?
Für die Dauer der Ausstellung hat die Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern dem KiZ in der Kongresshalle Gießen mit AMAG (Areal Markelius - Abteil für Gegenwart) einen neuen Namen gegeben. Durch verschiedene künstlerische Arbeiten, eine Performance und eine Publikation wird der Ausstellungsort, in dem 1961 von dem schwedischen Architekten Sven Markelius entworfenem Gebäudekomplex, zu einem Raum zwischen Archiv und Baustelle.
Several Ours: Rewriting Cracks ist ein Projekt, das sich mit Momenten der Einschreibung und Formen des Erinnerns befasst. Die Künstlerinnen und Künstler begreifen Einschreibungen dabei als wahrnehmbare Spuren auf den Oberflächen ihrer Umgebung. Diese Spuren wiederum verweisen auf Vergangenes und können Kratzer, Abnutzungen oder auch Gebrauchsspuren sein, die Erinnerungen und bestimmte Gefühle hervorbringen. Zu diesen Einschreibungen gehören auch Risse als permanenter Verweis auf das, was vergangen ist. Wenn diese Risse aber ihre Verbindungen zur Vergangenheit verlieren, werden sie zur Leerstelle. Daher stehen im Fokus der Ausstellung zum einen die Verbindungen, die beim Auslesen und Kombinieren der vorhandenen Spuren sichtbar werden, als auch die Lücken, die anderen Narrativen Raum geben.